Kurzbeschreibung: Unternehmen tendieren dazu, den Druck des Weltmarkts in einer sich
globalisierenden Ökonomie zu externalisieren, das heißt an
angeschlossene oder abhängige Unternehmenseinheiten sowie an das lokale
und regionale Umfeld weiterzugeben. Dieses Buch widmet sich jenem
Externalisierungsprozeß unter der spezifizierenden Fragestellung, vor
welche Probleme die Welt außerhalb des Betriebs durch betriebliche
(Arbeits-)Zeitpolitiken gestellt wird, wie diese Probleme zum
Gegenstand von Aushandlungsprozessen werden und welche
Lösungsmöglichkeiten in Betracht kommen. Während Regulierung von Arbeit
bislang primär als interne Angelegenheit der Betriebsparteien und
ihrer Repräsentanten begriffen wurde, wendet sich der Blick in dieser
Studie nun den externen Effekten für diejenigen Interessen und
Gruppierungen zu, die zwar von den Aushandlungsprozessen mitbetroffen,
gleichwohl nicht an ihnen beteiligt sind ("Stakeholder"). Dabei geht es
zentral um die Frage, ob und inwieweit insbesondere die
zivilgesellschaftlichen Stakeholder über Macht und Einfluß verfügen
(oder doch mit Hilfe intermediärer Agenturen verfügen könnten), um in
Zeitkonflikten als Akteure anerkannt zu werden und lebensweltliche
Zeitbedarfe geltend machen zu können.