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Gestaltung und Nutzung von Baggerseen


DWA - Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V.
Ausgabe: 06 2017, Format: A4, 68 Seiten
Erscheinungsjahr: 2017
ISBN: 978-3-88721-480-7
Verlag: DWA - Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V.
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Kurzbeschreibung:
Der Bedarf an Steinen und Erden wird überwiegend aus heimischen Rohstofflagerstätten gedeckt. Die Gewinnung von Sand und Kies hat eine sehr hohe Bedeutung für die Daseinsvorsorge der Allgemeinheit und für die Wirtschaft. Kies- und Sandlagerstätten sind aufgrund ihrer geologischen Genese standortgebunden und somit können Sand und Kies nicht an beliebiger Stelle gewonnen werden. Kies-Sand-Lagerstätten decken sich häufig mit wertvollen Grundwasservorkommen. Bei der Gewinnung von Kies und Sand unterhalb des Grundwasserspiegels wird das Grundwasser freigelegt und es entstehen Baggerseen. Diese Seen können entweder zu „Wunden in der Landschaft“ oder zu wertvollen Ersatzlebensräumen oder wichtigen Erholungsgebieten für den Menschen werden. Entscheidend ist eine umfassende Planung, die von Anfang an nicht nur den Abbau des Rohstoffs, sondern auch die Wiedereinbindung und die Konzeption der Folgenutzung mit in die Gestaltung des Baggersees und seines Umfelds einbezieht. Dieses Merkblatt ist für eigenständige Baggerseen zusammengestellt worden, die durch Gewinnung von Sand und Kies im Grundwasserbereich entstehen und auf Dauer erhalten bleiben sollen. Dies schließt auch die Möglichkeit von Teilverfüllungen mit ein. Dieses Merkblatt kann sinngemäß herangezogen werden für Seen, bei denen die genannten Bedingungen nur teilweise erfüllt sind, z. B. bei Seen, die wegen ihrer Verbindung zu einem Fließgewässer als dessen Teil anzusehen sind, oder bei Seen älterer Abbauvorhaben, deren landschaftsgerechte Einbindung aus heutiger Sicht unbefriedigend ist. Seen, die durch eine Abgrabung von Braunkohle, Torf oder Tonmineralien unter Absenkung des Grundwasserspiegels entstehen, sind aufgrund der speziellen Bedingungen ebenso wenig Gegenstand der Betrachtungen wie Steinbrüche oder Lehmgruben. Die Kies- und Sandgewinnung dient der Bereitstellung von Baumaterial. Sie stellt daher einen bedeutsamen Faktor der Volkswirtschaft dar. Mit dem Kies- und Sandabbau ist andererseits immer ein Eingriff in Natur und Landschaft sowie das Wasserregime verbunden, sodass bei der Zulassung eines Abbauvorhabens stets die Forderungen des Natur- und Umweltschutzes sowie der Fischerei zu berücksichtigen sind. Maßgeblich sind hierbei die Gesichtspunkte des Grundwasser- und Bodenschutzes sowie des Landschafts- und Naturschutzes. Das vorgelegte Merkblatt zeigt im Wesentlichen Möglichkeiten auf, wie im Falle einer grundsätzlichen Zustimmung für den Kies- und Sandabbau die Eingriffe in die Landschaft und die wasserwirtschaftlichen Gegebenheiten des betroffenen Bereichs minimiert werden können.
(Quelle: DWA - Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V.)


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