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Die Stadt: zwölf Sprachen - fünf Bedeutungen. Ein Beitrag zur Theorie der Stadt


Uwe Prell
129 S.; Taschenbuch: A5; Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2017
ISBN: 978-3-8474-2081-1
Verlag: Budrich UniPress Verlag


Kurzbeschreibung:

Der Begriff Stadt ist universell verbreitet. Die Forschung ist sich einig: Das Wort eignet sich nur als Sammelbegriff. Dieses Buch vertritt die Gegenthese. Es untersucht das Wort Stadt in zwölf Sprachen: Ägyptisch, Griechisch, Lateinisch, Spanisch, Französisch, Englisch, Deutsch, Russisch, Arabisch, Hindi, Chinesisch und Japanisch. In allen Sprachen haben sich mehrere Bedeutungen eingeschrieben. Vier von ihnen sind überraschenderweise gleich. Ungewöhnlich ist eine fünfte, sich unterscheidende Bedeutung. Sie lässt sich deuten als besondere regionale oder kulturelle Erfahrung. Die Erkenntnisse dieser erstmals durchgeführten vergleichenden Untersuchung ermöglichen die Konstruktion eines neuen Stadtbegriffs, der unseren Blick auf die Stadt verändert.

Das Wort Stadt ist universell verbreitet. Alle, die es nutzen, sind sicher sind zu wissen, wovon die Rede ist. Bilder entstehen, global und für jeden verständlich. Die Stadtforschung ist sich einig: Dieses Wort so allgemein, dass es keine analytische Qualität aufweist und sich allenfalls als Sammelbegriff eignet.

Dieses Buch wiederlegt diese Annahme. Es untersucht die Bedeutung des Wortes Stadt in zwölf Sprachen: ägyptisch, griechisch, lateinisch, spanisch, französisch, englisch, deutsch, russisch, arabisch, Hindi, chinesisch und japanisch.

Wie vermutet, ist belegbar, dass sich in allen Sprachen mehrere Bedeutungen in das Wort eingeschrieben haben. Überraschend ist, dass vier dieser Bedeutungen sich in allen Sprachen wiederfinden, unabhängig von Raum und Zeit. Diese vier Begriffe ? Dichte, Vielfalt, Einheit und Infrastruktur ? beschreiben Stadt als eine Struktur. Das deckt sich mit dem Mainstream der Forschung.

Ungewöhnlich ist eine fünfte Bedeutung, die sich ebenfalls in die Sprachen eingeschrieben hat. Hier aber unterscheiden sie sich: Ist im Französischen etwa der besondere urbane ?Lebensstil? im Wort ?ville? aufgehoben, so spielt im Deutschen das ?Recht? eine wichtige Rolle oder im Arabischen die ?Zivilisation?.

Diese Unterschiede lassen sich deuten als regionale, zeitliche oder kulturelle Erfahrungen. Sie beschreiben keine Struktur, sondern ein besonderes aus den jeweiligen Umständen gewachsenes Handeln. Stadt ist demnach nicht nur eine eigene Struktur, sie ist auch ein spezifisches Handeln. Diese Denkfiguren sind wiederum ist nicht als konträr zu verstehen, wie in weiten Teilen der Debatte, sondern als komplementär.

Stadt ist weder nur Struktur, noch nur ein bestimmtes Handeln, sondern Stadt ist stets Struktur und Handeln. So führt diese, der sprachphilosophischen Tradition Wittgenstein folgende Untersuchung zu Erkenntnissen, die es erlauben einen neuen Stadtbegriff und ein neues Verständnis der Stadt zu konstruieren.


(Quelle: Budrich UniPress Verlag)


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