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Merkblatt DWA-M 612-1 - Gewässerrandstreifen, Teil 1: Grundlagen und Funktionen, Hinweise zur Gestaltung


DWA - Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V.
Ausgabe: 09/ 2012, 46 Seiten, DIN A4
Erscheinungsjahr: 2012
ISBN: 978-3-942964-48-7
Verlag: DWA - Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V.
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Kurzbeschreibung:
Fließgewässer mit ihren Auen zählen zu den artenreichsten Landschaftsbestandteilen in Mitteleuropa. Sie beherbergen eine Vielzahl von Lebensräumen und sind geprägt durch Abflussschwankungen (Hoch- und Niedrigwasser) sowie Verlagerungen des Gewässerbetts (Erosion und Sedimentation), den sogenannten hydromorphologischen Prozessen. Wegen ihrer Bedeutung für den Naturhaushalt bedürfen Fließgewässer und Auen eines besonderen Schutzes. Im 20. Jahrhundert wurden viele Fließgewässer begradigt, eingetieft und aufgestaut. Ziele waren die Verbesserung der Schifffahrt, die Nutzung der Wasserkraft sowie der Schutz von landwirtschaftlichen Nutzflächen, von Siedlungsgebieten und Infrastruktureinrichtungen vor Hochwasser. Auf diese Weise wurden die natürlichen bettgestaltenden Prozesse stark eingeschränkt, oft sogar ganz unterbunden. Lebensräume in und an den Gewässern und in ihren Auen gingen verloren. Einleitungen in die Gewässer, vor allem der Eintrag aus landwirtschaftlichen Nutzflächen, können die Lebensbedingungen in den Gewässern zusätzlich belasten. Die Naturschutz- und Umweltgesetzgebung fordern heute die Erhaltung bzw. die Wiederherstellung des guten ökologischen Zustands in unseren Gewässern und die Erhaltung der Artenvielfalt (Biodiversität). Voraussetzung dafür ist eine zumindest eingeschränkte Gewässerentwicklung durch das Wiederzulassen hydromorphologischer Prozesse. Zu diesem Zweck müssen künftig mehr Flächen entlang der Fließgewässer zur Verfügung gestellt werden. Der vorliegende Teil 1 „Grundlagen und Funktionen, Hinweise zur Gestaltung“ des Merkblattes DWA-M 612 „Gewässerrandstreifen“ soll die Bedeutung der ufernahen Bereiche für die Gewässerentwicklung und den Gewässerschutz verdeutlichen. In einem Teil 2 des Merkblattes werden ausgeführte Beispiele vorgestellt, um den Praxisbezug herzustellen. Das Merkblatt gibt Hinweise zu den Funktionen von Gewässerrandstreifen und den in ihrer Breite über den Gewässerrandstreifen hinausgehenden Uferstreifen bzw. Entwicklungskorridor. Es stellt mögliche Entwicklungsziele vor und zeigt auf, wie sowohl Gewässerrandstreifen als auch Uferstreifen im Hinblick auf wasserwirtschaftliche und naturschutzfachliche Anforderungen gestaltet, entwickelt und gepflegt werden sollten. Zusätzlich werden Konzepte zur Realisierung vorgestellt. Der Flächenanspruch für Uferstreifen und Entwicklungskorridore geht dabei über die gesetzlichen Mindestbreiten von Gewässerrandstreifen hinaus. Die vorliegende Publikation ist eine Aktualisierung des Merkblattes DVWK-M 244 „Uferstreifen an Fließgewässern – Funktion, Gestaltung und Pflege“ aus dem Jahre 1997. Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (EGWRRL), die aktuelle Fassung des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) und des Bundesnaturschutzgesetzes sowie neuere Erkenntnisse im Bereich der Gewässerökologie haben diese Neubearbeitung erforderlich gemacht. Dieses Merkblatt ist inhaltlich auch eine Fortschreibung des Merkblattes DVWK-M 204 „Ökologische Aspekte bei Ausbau und Unterhaltung von Fließgewässern“ aus dem Jahre 1984. Darüber hinaus ergänzt es das Merkblatt DWA-M 610 „Neue Wege der Gewässerunterhaltung – Pflege und Entwicklung von Fließgewässern“, aus dem Jahr 2010, in Bezug auf die Gestaltung der gewässernahen Flächen. Das Merkblatt ist für alle bestimmt, die für die Unterhaltung, d. h. Pflege und Entwicklung, der Fließgewässer verantwortlich sind oder für diese Probleme ein sonstiges Interesse haben.
(Quelle: DWA - Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V.)


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